Die Ausbildung zum Chiropraktor

Die Ausbildung von Chiropraktoren erfolgt weltweit nach einheitlichen, international gültigen Standards, deren Einhaltung von unabhängigen Akkreditierungsorganisationen regelmäßig überprüft wird.

Da in Deutschland bisher noch keine international anerkannte Ausbildung möglich ist, müssen zukünftige Chiropraktoren an chiropraktischen Colleges im Ausland studieren. Diese gibt es u.a. in den USA, Kanada, England, Dänemark und Frankreich. Häufig sind diese Hochschulen mit Universitäten verbunden.

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist das Abitur. Das Studium selbst dauert in der Regel 5-6 Jahre. Je nach Hochschule bzw. Studienland werden unterschiedliche Studienabschlüsse erreicht. In den USA und Kanada erhält der Absolvent den Grad des Doctor of Chiropractic (D.C.).

In Großbritannien schließt man nach 5 Studienjahren mit dem Master of Science in Chiropractic (MSc) oder Master of Chiropractic (MChiro) ab. Es schließt sich eine mindestens einjährige Assistenzzeit bei einem erfahrenen niedergelassenen Chiropraktor an.

 

Erst dann darf ein vom deutschen Fachverband und den internationalen Fachverbänden anerkannter Chiropraktor eine eigene Praxis eröffnen. 

Anders als in anderen europäischen Ländern (Großbritannien, Belgien, Schweiz, Dänemark, Schweden und Norwegen) ist die Chiropraktik in Deutschland bisher nicht als eigenständiger Heilberuf anerkannt. Aus diesem Grund müssen auch graduierte Chiropraktoren hierzulande nach dem Heilpraktikergesetz zugelassen sein, da nur Heilpraktikern und Ärzten die Anwendung chiropraktischer Behandlungstechniken erlaubt ist.

 

Die graduierten Chiropraktoren haben sich in der "Deutschen Chiropraktoren-Gesellschaft" zusammengeschlossen. Der Verband vertritt den Berufsstand in allen wichtigen internationalen Organisationen, z.B. der European Chiropractors' Union (ECU) und der World Federation of Chiropractic (WFC), die auch offizielle Kontakte zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterhält. 

 

Quelle: www.chiropraktik.de